Etappe 5 Bis Wiesent

Nachdem ich früh und gut geschlafen habe, wachte ich auch wieder früh auf und konnte in der Zeit meine liebste Radhose nähen.

Ich habe die Hoffnung, dass diese weniger scheuert.

Körperlich geht es so lala. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Beine noch dicker werden könnten. Sie fühlen sich regelrecht aufgepumpt an, aber nicht mit Luft, eher mit Blei. 

Bei einem guten Frühstück schaute ich mir die Wettervorschau des DWD an, freundlich heute mit Ostwind, und die bevorstehende Route bei Komoot an. War 'n guter 100er. 50 bis Mittag und 50 bis Abend waren geplant.

Der Hintern fühlt sich unangenehm an. Kennt ihr das, wenn man auf sein Steißbein fällt und dieser heiße Schmerz bis in den Magen hinein sticht?

So ähnlich ist das. Heute macht mir allerdings die linke Schulter wieder mehr Sorgen. Beinahe hätte sie sich heute morgen verkrampft. Sachen gibt's.


Gleich zu Beginn meiner Tour versuchte ich so flott wie möglich die ersten 25Km zu knacken.

Nur einmal blieb ich stehen und sah mir die Nachbauten eines Hofes aus der Eisenzeit an.

Ziemlich cool!

Anschließend drängte ich weiter die Kilometer zum Fallen zu bringen. Mein Plan 50Km bis 13Uhr zu schaffen ging auf. Ich habe viel gucken können und es war gar nicht eintönig, wie zuerst befürchtet.

Kinder geht in den Garten spielen! :)
Kinder geht in den Garten spielen! :)

Es gibt Dinge, die ich schwer nachvollziehen kann. 

Zum Beispiel diese Burg; dachte sich jemand, ob auf dem Fels wohl eine Burg stehen könnte? - Ach komm! No risk no Fun!


Oder gestern fuhr ich durch den Ort "Feucht". Wer hört den Ortsnamen Feucht und denkt sich: Hey! Hier will ich ein Haus bauen.

Ein weiterer Gedanke. Wie heißen die Bewohner von Feucht? Feuchte? Feuchter? Und wenn zwei Feuchte zusammen kommen, sind sie dann schon nass? :)

Riedenburg an der Altmühl
Riedenburg an der Altmühl

Von weitem schon sah ich die Burg von Riedenburg. Gut, dass ich auf der richtigen Seite fuhr und so konnte ich dieses schöne Foto machen.

Altmühl fließt in die Donau.
Altmühl fließt in die Donau.

Es dauert nicht lange, dann klarte sich das Wetter auf und es wurde richtig heiß. 

Und dann war es soweit! Die Altmühl, der ich heute folgte, floss in die Donau.

Donau Strand
Donau Strand

Etwas später fand ich sogar diesen schönen Strand und gönnte meinen Waden ein schönes Donaubad. Gern wäre ich komplett schwimmen gegangen.

Walhalla
Walhalla

Auf dem Donau Radweg war durch das schöne Wetter sehr viel los. So überholte ich immer mal wieder Radler, die mich wiederum überholten und ich sie wieder: Radler-Bockspringen.

Ab und an hatten welche auch ein besseres Tempo als ich, soll heißen gemächliche 18-19Km/h, so dass ich mich an sie dran hängte.

Wenn ich in meinem Rhythmus (ja, ich schreibe es noch so!) radel, dann bin ich meist bei 22Km/h. Bis der Hintern mich zur kurzen Pause zwingt. Dabei stehe ich aus dem Sattel auf und setze mich neu hin, in der Hoffnung eine angenehmere Position gefunden zu haben.

Aber auf Grund der Anstrengung hätte ich keine Lust mich noch Walhalla zu begeben. Es ist doch überall gleich; in den Himmel führen Treppen und in die Hölle geht bestimmt ein Fahrstuhl. 😉